Spindeleggers Wünsche

Es war wieder einmal soweit. Doch diesmal überholte Puls 4 den ORF. Gestern waren bei der Wahl-Arena auf Puls 4 der Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) und sein Vize Michael Spindelegger zu Gast.

Dass Spindelegger in dieser Konfrontation geblendet war von seiner wahnwitzigen Forderung nach der Entfesselung der Märkte – Herr Vizekanzler, wir haben noch gut in Erinnerung, was aus einer Deregulierung von Märkten resultiert -, merkte man schon bei seiner Antwort auf die erste Frage. Dort wollte ein junger Student aus dem Publikum wissen, wie man der Ausbeutung von Praktikanten Herr werden wolle. Spindelegger antwortete, dass Praktika eben kein Job seien und nur auf einen guten Job vorbereiten würden. Frei nach dem Motto: Lehrjahre sind eben keine Herrenjahre.

Auch in vielen anderen Bereichen ließ der Vizekanzler durchblicken, dass sich die  Arbeitnehmer doch anpassen sollten, um den Wettbewerb nicht zu gefährden. Dabei vergisst er leider immer wieder, dass Praktikantinnen und  Praktikanten nicht wie die Reichen das Geld in die Schweiz oder andere Steueroasen tragen, sondern es hier ausgeben und gerade so die regionale Wirtschaft fördern. 

Deshalb kann man nur hoffen, dass die nächste Regierung mehr Durchblick und Wirtschaftskompetenz hat als die ÖVP, die ja seit 1981 nahezu durchgängig in Regierungen sitzt, meist den Wirtschaftsminister stellt und trotzdem nichts tut als ihre Klientel zu bedienen: Reiche, Beamte, Bauern und die katholische streng Gläubige sowie Erzkonservative.

Martin ALEX

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